Psychotherapie bei Depressionen in Heidelberg
Eine Depression kann das Leben auf eine Weise verändern, die für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbar ist. Was früher selbstverständlich war, kostet plötzlich viel Kraft. Verabredungen werden abgesagt, Entscheidungen fallen schwer, alltägliche Aufgaben bleiben liegen und selbst Ruhe führt nicht mehr zu wirklicher Erholung.
Viele Betroffene versuchen lange, weiter zu funktionieren. Sie erfüllen berufliche oder familiäre Verpflichtungen, obwohl sie sich innerlich erschöpft, leer oder hoffnungslos fühlen. Häufig kommen zusätzlich Selbstvorwürfe hinzu: Warum gelingt mir nicht, was früher möglich war? Weshalb kann ich mich nicht einfach zusammenreißen?
Eine Depression ist jedoch keine Frage mangelnder Disziplin oder Willenskraft. Sie ist eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung, die sich auf Stimmung, Denken, Antrieb, Körper und soziale Beziehungen auswirken kann. Psychotherapeutische und – abhängig von der individuellen Situation – ärztliche Behandlungen können depressive Beschwerden wirksam lindern.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Heidelberg behandle ich Erwachsene auf der Grundlage der Verhaltenstherapie. Gemeinsam entwickeln wir ein Verständnis dafür, wie sich Ihre Beschwerden entwickelt haben, wodurch sie gegenwärtig aufrechterhalten werden und welche konkreten Veränderungen für Sie möglich sind.
Eine Depression ist mehr als Traurigkeit
Viele Menschen verbinden eine Depression vor allem mit tiefer Traurigkeit. Tatsächlich kann sie sich sehr unterschiedlich zeigen.
Manche Menschen fühlen sich anhaltend niedergeschlagen. Andere erleben eher innere Leere, Reizbarkeit oder emotionale Abgestumpftheit. Einige würden sich selbst zunächst gar nicht als traurig bezeichnen, sondern berichten vor allem von Erschöpfung, fehlendem Antrieb und dem Verlust von Interesse.
Mögliche Anzeichen einer Depression sind unter anderem:
Nicht alle Beschwerden müssen gleichzeitig auftreten. Auch ihre Intensität und ihre Auswirkungen auf den Alltag können sehr verschieden sein. Für die diagnostische Einschätzung sind deshalb nicht einzelne Symptome allein entscheidend, sondern auch ihre Dauer, Ausprägung und die damit verbundenen Einschränkungen.
Eine Aufzählung kann keine sorgfältige Diagnostik ersetzen. Im persönlichen Gespräch betrachten wir daher genauer, was Sie gegenwärtig erleben und wie sich Ihre Situation im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Diese Praxis bietet keine Notfallversorgung.
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung: 112.
Hier finden Sie weitere Hilfsangebote
Wie sich eine Depression im Alltag zeigen kann
Eine Depression betrifft häufig weit mehr als die Stimmung. Sie kann verändern, wie ein Mensch die eigene Person, seine Umwelt und seine Zukunft wahrnimmt.
Aufgaben, die früher ohne großes Nachdenken erledigt wurden, erscheinen plötzlich kaum bewältigbar. Das Beantworten einer Nachricht, ein Einkauf oder ein Telefonat können unverhältnismäßig viel Kraft kosten. Gleichzeitig entsteht oft der Eindruck, dass andere Menschen diese Schwierigkeiten nicht verstehen können.
Manche Betroffene ziehen sich zurück, weil soziale Kontakte anstrengend geworden sind. Andere möchten ihr Umfeld nicht belasten oder schämen sich dafür, nicht mehr so leistungsfähig zu sein wie gewohnt. Dadurch gehen jedoch gerade jene Begegnungen und Aktivitäten verloren, die normalerweise Struktur, Verbundenheit und positive Erfahrungen ermöglichen.
Auch die Wahrnehmung der eigenen Leistungen kann sich verändern. Erledigtes wird kaum noch wahrgenommen, während Fehler und unerledigte Aufgaben immer stärker ins Gewicht fallen. Selbst kleine Rückschläge scheinen zu bestätigen, dass sich nichts mehr verbessern wird.
In meiner Arbeit erlebe ich häufig, dass Betroffene ihre tatsächliche Belastung lange unterschätzen und gleichzeitig sehr hart mit sich umgehen. Ein erster therapeutischer Schritt kann deshalb darin bestehen, die Beschwerden nicht länger als persönliches Versagen zu betrachten, sondern als Teil einer Erkrankung, die verstanden und behandelt werden kann.
Der depressive Kreislauf
Depressive Beschwerden können einen Kreislauf entwickeln, der sich zunehmend selbst verstärkt.
Wer erschöpft ist und kaum noch Freude empfindet, reduziert verständlicherweise Aktivitäten und soziale Kontakte. Kurzfristig bedeutet dies weniger Anforderungen. Langfristig fehlen jedoch Bewegung, Tagesstruktur, Erfolgserlebnisse, zwischenmenschlicher Austausch und andere Erfahrungen, die sich stabilisierend auf die Stimmung auswirken können.
Je weniger positive oder sinnvolle Erfahrungen stattfinden, desto stärker können Leere, Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit werden. Dadurch fällt es wiederum noch schwerer, aktiv zu werden.
Hinzu kommt häufig anhaltendes Grübeln. Betroffene denken wiederholt über frühere Entscheidungen, vermeintliche Fehler oder eine negativ erwartete Zukunft nach. Anders als lösungsorientiertes Nachdenken führt Grübeln jedoch meistens nicht zu einer konkreten Entscheidung. Es hält die Aufmerksamkeit vielmehr bei denselben belastenden Gedanken fest.
Ein vereinfachter depressiver Kreislauf kann so aussehen:
Erschöpfung und Niedergeschlagenheit führen zu Rückzug und weniger Aktivität.
Dadurch fehlen positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse.
Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit nehmen weiter zu.
In der Verhaltenstherapie arbeiten wir daran, diesen Kreislauf an mehreren Stellen zu unterbrechen.
Wie ich Depressionen behandle
Die Behandlung richtet sich nach Ihren konkreten Beschwerden, der Schwere und Dauer der depressiven Phase, möglichen früheren Erkrankungsphasen sowie Ihrer gegenwärtigen Lebenssituation.
Es gibt deshalb kein starres Programm, das bei jedem Menschen in derselben Reihenfolge durchgeführt wird. Dennoch gibt es wissenschaftlich gut untersuchte verhaltenstherapeutische Vorgehensweisen, die individuell ausgewählt und miteinander verbunden werden können. Psychotherapie ist gemäß der Nationalen Versorgungsleitlinie ein zentraler Bestandteil der Behandlung unipolarer Depressionen.
Dipl.-Psych. Christine Böhme Psychologische Psychotherapeutin Fachkunde Verhaltenstherapie

Die Beschwerden gemeinsam verstehen
Zu Beginn der Therapie nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige diagnostische Einordnung.
Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit folgenden Fragen:
Aus diesen Informationen entwickeln wir ein individuelles Erklärungsmodell. Es soll verständlich machen, wie verschiedene Bedingungen zusammenwirken und an welchen Stellen eine Veränderung möglich ist.
Dabei geht es nicht darum, eine einzelne Ursache zu finden oder jemandem die Schuld für die Erkrankung zuzuweisen. Depressionen entstehen in der Regel aus einem Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.
Die Beschwerden gemeinsam verstehen
Zu Beginn der Therapie nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige diagnostische Einordnung.
Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit folgenden Fragen:
Aus diesen Informationen entwickeln wir ein individuelles Erklärungsmodell. Es soll verständlich machen, wie verschiedene Bedingungen zusammenwirken und an welchen Stellen eine Veränderung möglich ist.
Dabei geht es nicht darum, eine einzelne Ursache zu finden oder jemandem die Schuld für die Erkrankung zuzuweisen. Depressionen entstehen in der Regel aus einem Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.
Diese Praxis bietet keine Notfallversorgung.
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung: 112.
Hier finden Sie weitere Hilfsangebote
Wenn die ambulante Behandlung nicht ausreicht
Eine ambulante Psychotherapie ist nicht in jeder Situation der geeignete oder ausreichend intensive Rahmen.
Eine stationäre, teilstationäre oder anderweitig engmaschige Behandlung kann erforderlich sein, wenn beispielsweise der Alltag nicht mehr ausreichend selbstständig bewältigt werden kann, eine schwere Selbstvernachlässigung vorliegt, eine akute Selbstgefährdung besteht oder eine intensivere medizinische und psychotherapeutische Versorgung notwendig ist.
Sollte sich in den ersten Gesprächen oder im weiteren Verlauf zeigen, dass ein anderer Behandlungsrahmen besser geeignet ist, bespreche ich dies offen mit Ihnen.
Sollte sich in den ersten Gesprächen oder im weiteren Verlauf zeigen, dass ein anderer Behandlungsrahmen besser geeignet ist, bespreche ich dies offen mit Ihnen.
Hilfe in akuten Krisen
Gedanken daran, nicht mehr leben zu wollen, können im Rahmen einer Depression auftreten und müssen ernst genommen werden. Sie dürfen in der Therapie offen angesprochen werden. Entscheidend ist eine sorgfältige Einschätzung, wie konkret und akut die Gefährdung ist und welche Hilfe benötigt wird.
Meine Praxis bietet keine Notfallversorgung und ist nicht durchgehend erreichbar. Das Kontaktformular und E-Mails sind nicht für akute Krisen geeignet.
Bei unmittelbarer Selbst- oder Fremdgefährdung wählen Sie bitte den Notruf 112 oder wenden Sie sich direkt an eine psychiatrische Notaufnahme.
Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr, kostenlos und vertraulich unter 0800 111 0 111 erreichbar.
Verwandte Behandlungsschwerpunkte
Depressive Beschwerden können gemeinsam mit anderen Belastungen auftreten. Auf den folgenden Seiten werden diese Themen eigenständig und ausführlich behandelt:
Die diagnostische Einordnung erfolgt jedoch nicht anhand einzelner Internetseiten. In den ersten Gesprächen betrachten wir gemeinsam, welche Beschwerden bei Ihnen im Vordergrund stehen und wie sie miteinander zusammenhängen.
Ist eine Behandlung in meiner Praxis für Sie passend?
Sie benötigen vor einer Kontaktaufnahme keine gesicherte Diagnose. Im Erstgespräch können Sie schildern, was Sie gegenwärtig belastet und welche Veränderungen Sie sich wünschen.
Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, einen persönlichen Eindruck von mir und meiner Arbeitsweise zu gewinnen. Wir klären gemeinsam, ob eine ambulante Verhaltenstherapie in meiner Praxis für Ihre Situation geeignet ist.
Mein Angebot richtet sich an Erwachsene. Die Behandlung findet in meiner Privatpraxis für Psychotherapie im Zentrum von Heidelberg statt und kann von Privatversicherten, Beihilfeberechtigten und Selbstzahlenden in Anspruch genommen werden.
Dipl.-Psych. Christine Böhme Psychologische Psychotherapeutin Fachkunde Verhaltenstherapie

Fachlich verantwortlich
Dipl.-Psych. Christine Böhme
Psychologische Psychotherapeutin
Schwerpunkt Verhaltenstherapie
Die fachlichen Aussagen dieser Seite orientieren sich insbesondere an der aktuell gültigen Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.2, sowie der zugehörigen Patientenleitlinie.
